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  Kapitel 01
03.12.2006 von Meg_Cummings



Kapitel 01


Ben Evans zog fröstelnd die Schultern ein und eilte durch den Schneeregen vom Taxi in das Flughafengebäude in Kansas City. Obwohl seine Reise geschäftlich ein Erfolg gewesen war, war er doch froh, dass her heute nach Kalifornien, nach Sunset Beach zurückkehren konnte. Er liebte das warme Klima dort, den Ozean, die Sonnenuntergänge und sein Haus am Strand, auch wenn es ihm, nach seiner Scheidung von Maria vor fast zwei Jahren, manchmal ein wenig leer vorkam.

Er betrat das Gebäude und wunderte sich nicht, dass hier Anfang Dezembern Hochbetrieb herrschte. Er konnte verstehen, dass die Leute diesem kalten ungemütlichen Wetter entfliehen wollten, dennoch war er froh, dass er nicht einen von diesen vollausgebuchten Fliegern besteigen musste, sondern bequem mit dem Firmenjet der Liberty Corporation nach Hause fliegen konnte.

Mit raschen, festen Schritten durchquerte er die Halle, um zum Abfertigungsschalter für Privatflugzeuge zu gelangen. Dabei war er in seine Gedanken vertieft, dass er die junge Frau, die direkt auf ihn zulief zu spät bemerkte und einen zusammen Stoß nicht mehr verhindern konnte.
„Entschuldigung“, schluchzte die junge Frau und sah Ben mit tränengefüllten Augen an.
Ben blickte in die kristallblauen Augen der Frau, ehe sein Blick weiter an ihr hinab wanderte. Er zog ein sauberes Taschentuch aus seiner Jackentasche und reichte es der Frau.
„Es ist ja nichts passiert.“
Dankbar nahm die junge Frau das Taschentuch entgegen und versuchte ihre Tränen zu trocknen.
„Danke“, versuchte sie dabei zu lächeln.
„Geht es wieder?“ erkundigte Ben sich besorgt.
„Ich denke schon“, nickte die junge Frau, brach dann aber wieder in Tränen aus. „Entschuldigen Sie bitte, aber ich habe einfach einen schrecklichen Tag hinter mir.“
Ben sah sich um. Er konnte die Frau, die sichtlich aufgelöst und am Ende schien, nicht einfach so sich selber überlassen.
„Kommen Sie, dort drüben können wir uns einen Moment setzten, bis Sie sich wieder ein wenig beruhigt haben.“
Schweigend ließ sich die Frau von Ben zu einer Gruppe von Sesseln führen und setzte sich ein wenig erleichtert.
„Danke“, erneut begann sie ihre Tränen zu trocken. „Sie müssen mich für völlig verrückt halten.“
„Warum?“ Ben setzte sich neben ihr.
„Nun, weil ich hier völlig aufgelöst in einem Brautkleid rumlaufe“, erklärte die Frau. „Eigentlich sollte heute der schönste Tag in meinem Leben sein, aber er hat sich zum größten Albtraum entwickelt.“
„Darf ich fragen, was passiert ist?“ erkundigte Ben sich vorsichtig.
Die Frau nickte. „Wie Sie sich sicherlich vorstellen können, wollte ich heute eigentlich heiraten.“
Diesmal war es an Ben kurz zu nicken.
„Nun ja“, fuhr die Frau fort. „kurz vor der Trauung habe ich meinen Verlobten mit meiner besten Freundin erwischt. Anscheinend läuft da schon länger etwas zwischen ihnen und so wie es sich anhörte, hatten sie auch nicht vor, nach der Hochzeit damit aufzuhören.“
Ben war entsetzt. „Eine schlimme Geschichte. Aber ich kenne das Gefühl. Ich habe meine Frau mit einem andern Mann in unserem Bett erwischt, als ich eines Tages nach Hause kam.“
Die Frau nickte. „Ja, ich habe mich dann sofort in mein Auto gesetzt und bin losgefahren. Ich wollte einfach nur weg von dort. Irgendwie bin ich dann hier gelandet. Dann wollte ich den ersten Flug nehmen, der Kansas City verlässt, aber bis morgen ist alles ausgebucht.“
„Haben Sie denn ein bestimmtes Ziel?“ erkundigte Ben sich.
Die Frau schüttelte ihren Kopf. „Nein, fürs erste will ich einfach nur weg von hier.“
Ben räusperte sich. „Nun, wir kennen uns zwar nicht, aber ich kann Ihnen einen Platz in meinem Firmenjet anbieten. Der Flug geht nach Kalifornien.“
„Kalifornien?“ nun erreichte das Lächeln der Frau zum ersten Mal ihre Augen. „Dort wollte ich immer schon mal hin.“
„Gut“, nickte Ben. „Mein Name ist übrigens Ben Evans.“
Er reichte der Frau die Hand.
„Meg Cummings“, Meg ergriff Bens Hand und war überrascht, wie angenehm sein Händedruck war.
„Wenn Sie kurz hier auf mich warten, gehe ich eben nachsehen, ob unser Jet startklar ist.“
Meg nickte. „Danke Mr. Evans.“


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