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  Kapitel 02
08.12.2006 von Meg_Cummings



Kapitel 02



Wenig später saß Meg, etwas eingeschüchtert, in einem bequemen Ledersessel, der nicht die geringste Ähnlichkeit mit einem Sitz in einer normalen Passagiermaschine hatte.
„Sie sollten sich anschnallen, wir starten jetzt“, riss sie die Stimme von Ben Evans sie aus ihren Gedanken.
„Oh ja natürlich“, Meg griff nach dem Gurt und legte ihn an. Dann startete sie gebannt aus dem kleinen Fenster und sah zu, wie die Maschine anrollte, immer schneller wurde und schließlich abhob. Sie drückte ihre Stirn gegen die Scheibe und warf einen letzten Blick auf die Landschaft unter sich, die immer kleiner wurde.
„Na fällt der Abschied doch schwer?“
Meg drehte sich um und sah Ben ein. „Nein nicht wirklich. Ich werde natürlich meine Familie vermissen, aber das wird auch schon alles sein. Schon alleine der Gedanke, ich müsste weiterhin in der Nähe von Tim leben treibt mir Schauer über den Rücken.“
Ben nickte verstehend und stand auf. „Darf ich Ihnen etwas anbieten? Kaffee, Tee oder lieber etwas hochprozentiges?“
„Ein Tee täte bestimmt gut.“
„Eine gute Wahl“, lächelte Ben und ging in die kleine Küchenecke hinüber. Er füllte einen Wasserkocher mit frischem Wasser und stellte diesen an. Dann nahm er zwei Tassen und eine Teekanne aus dem Schrank und stellte alles auf ein Tablett. Dann gab er etwas Tee in ein Teesieb und hängte dieses in die Kanne. Er stellte auch noch eine kleine Zuckerdose und ein Kännchen mit Sahne auf das Tablett und im Schrank entdeckte er noch ein Päckchen mit Keksen, das er auch noch auf dazu legte. Sobald das Wasser kochte, brühte er den Tee auf und trug das Tablett zu Meg hinüber und stellte es auf den kleinen Tisch vor ihr ab.

Nachdem der Tee einige Minuten gezogen war, füllte Ben zwei Tassen und reichte eine davon Meg.
„Bitte schön.“
„Danke“, lächelte Meg und trank vorsichtig einen kleinen Schluck und entspannte sich immer mehr. „Das tut wirklich gut.“
Ben lehnte sich entspannt zurück. „Da kann ich als Engländer nur zustimmen.“
„Ah daher stammt also ihr Akzent, ich hab mich schon gewundert.“
„Hört man den immer noch?“ Ben rollte mit den Augen.
Meg nickte. „Ja, aber ich finde das nicht schlimm, ganz im Gegenteil, er wirkt eher interessant.“
„Gut zu wissen“, lächelte Ben.
Ein paar Minuten schwiegen beide, dann räusperte Ben sich.
„Habe Sie sich schon Gedanken darüber gemacht, was sie in Kalifornien machen werden?“
Meg zuckte mit den Schultern.
„Erst mal muss ich zusehen, dass ich eine bezahlbare Unterkunft finde und einen Job.“
„Vielleicht kann ich Ihnen da helfen“, Ben holte eine seiner Visitenkarten hervor. „Mir gehören ein Internet Café und ein Nachtclub und ich kann eigentlich immer Hilfe gebrauchen. Rufen Sie mich in den nächsten Tagen einfach mal an.“ Er reichte Meg die Karte, die sie dankbar annahm und Ben freute sich darüber, denn je mehr Zeit er mit Meg verbrachte, umso mehr fühlte er sich zu ihr hingezogen. Ein Gefühl das er schon seit langer Zeit nicht mehr kannte.
„Danke Mr. Evans, ich weiß gar nicht, wie ich das wieder gut machen soll.“
„Nun“, lächelte Ben. „fangen Sie doch einfach damit an, dass Sie mich Ben nennen.“
„Gern und ich bin Meg.“

Den Rest des Fluges plauderten sie unbefangen miteinander und Meg war überrascht, als sie schon in Sunset Beach landeten. Als das Flugzeug stand, schnallte sie sich ab und lächelte Ben dankbar an.
„Nochmals vielen Dank für Ihre Hilfe Ben. Auch für das Jobangebot. Ich werde mich sobald wie möglich bei Ihnen melden.“
„Es freut mich, dass ich Ihnen ein wenig helfen konnte. Übrigens ist das Seabreeze- Motel ein nettes, sauberes und günstiges kleines Hotel in Strandnähe, das ich Ihnen empfehlen kann. Vielleicht sollten Sie versuchen, fürs erste dort ein Zimmer zu bekommen und dann melden Sie sich einfach in ein paar Tagen bei mir, wegen des Jobs.“
Ben ging voran und öffnete die Tür des Jets und klappte die kleine Leiter hinunter. Dann trat er einen Schritt zur Seite, damit Meg aussteigen konnte.
Meg ging auf die Tür zu, blieb dann aber mit ihrem Absatz im Saum des Kleides hängen, kam ins straucheln und als sie sich abfangen wollte, knickte sie mit dem rechten Fuß um und ein stechender Schmerz durchzuckte sie.
„Autsch!“
„Haben Sie sich verletzt?“ Ben half Meg beim Aufstehen.
„Ich weiß nicht“, vorsichtig setzte Meg ihren Fuß auf, nur um ihn gleich wieder anzuheben. „Ich fürchte, ich habe mir den Fuß verstaucht oder so.“
Kurzentschlossen hob Ben Meg in seine Arme hoch. „Ich bringe Sie am besten gleich zum Arzt.“
Meg errötete „Nun mache ich Ihnen noch mehr Umstände.“
„Kein Problem und ich kann Sie ja schließlich nicht hier in meinem Flugzeug sitzen lassen oder?“
Vorsichtig trug er Meg die kleine Treppe hinunter und zu seinem Auto, das direkt neben dem Privathanger parkte.


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