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  Kapitel 03
16.12.2006 von Meg_Cummings



Kapitel 03



„So, da wären wir“, sagte Ben und stoppte seinen Wagen vor seiner Haustür.
„Ben, es ist ja gut von Ihnen gemeint, aber Sie sollten mich wirklich ins Hotel bringen. Ich mache Ihnen doch nur unnötig Umstände.“
Ben sah Meg an. „Sie machen mir keine Umstände und außerdem haben Sie doch gehört was Dr. Robinson Ihnen gesagt hat. Ihr Fuß ist verstaucht und Sie sollen ihn ein paar Tage schonen. Da kann ich Sie ja schließlich nicht alleine im Hotel sitzen lassen. Außerdem habe ich ein großes Gästezimmer, dass Sie gerne für einige Zeit bewohnen können.“
Meg seufzte ergeben. „Ich merke schon, ich komme gegen Sie nicht an.“
Ben lächelte. „Nein, da haben Sie keine Chance.“
Er stieg aus und ging um den Wagen herum, öffnete die Beifahrertür und hob Meg hinaus.
„Ich könnte wenigstens versuchen zu laufen“, wandte Meg ein.
Ben schüttelte seinen Kopf. „Morgen vielleicht. Heute schonen Sie ihren Fuß.“
„Aber was werden Ihre Nachbarn denken, wenn sie sehen, dass Sie eine Frau im Brautkleid in ihr Haus tragen?“
Ben hielt einen Moment inne und grinste dann. „Das beste was mir passieren könnte. Ich habe nämlich eine Nachbarin, die schon seit langer Zeit hinter mir her ist. Ich mag sie zwar, aber nur als gute Freundin und nicht mehr. Aber verstehen Sie mich nicht falsch, ich will Sie auf keinen Fall benutzen, um Annie das endlich klar zu machen.“
„Naja, vielleicht klappt es ja und ich kann mich so wenigstens ein bisschen bei Ihnen revanchieren.“
An der Haustür angekommen, setzte Ben Meg kurz ab, um aufzuschließen. Dann hob er sie wieder hoch und trug sie über die Schwelle und genau in diesem Augenblick hörten sie einen Aufschrei hinter sich.
„Ben! Wie konntest Du nur?“
Langsam drehte Ben sich um. „Wie konnte ich was, Annie?“
„Heiraten natürlich und dazu noch eine ganz Fremde“, Annie stemmte ihre Hände in die Hüften und funkelte Ben wütend an. „Dabei weißt Du doch seit langem, was ich für Dich empfinde und wenn Du nicht so stur wärst, dann hätte ich Dir das auch schon längst zeigen können.“
Ben seufzte und Meg legte ihre Arme fester um seinen Hals. „Annie, darüber haben wir doch schon tausendmal gesprochen…“
„Und ich habe Dir tausendmal gesagt, dass ich Dich liebe“, antwortete Annie starsinnig.
„Annie Du liebst nicht mich, sondern die Idee, in mich verliebt zu sein, also lass es bitte“, entgegnete Ben.
„Liebling, willst Du uns nicht mal einander vorstellen?“ sagte Meg dann in die Stille hinein, denn sie konnte spüren, wie angespannt Ben mit einmal war und dass er sich nur mühsam beherrschen konnte.
Einen Augenblick sah Ben Meg überrascht an, dann lächelte er. „Meg, das ist Annie Douglas, unsere Nachbarin und eine gute Freundin von mir. Annie das ist Meg.“
„Nett Sie kennen zu lernen“, nickte Meg Annie zu.
Annie runzelte die Stirn. „Das kann ich nicht sagen!“
„Annie!“ Bens Tonfall wurde scharf und ungehalten. „Hör bitte sofort auf damit.“
„Aber Ben“, begann Annie erneut.
„Kein aber mehr Annie“, fiel Ben ihr ins Wort. „Für heute habe ich genug von Dir und nun entschuldige bitte.“
Bevor Annie noch etwas erwidern konnte, schob Ben die Haustür zu. Dann trug er Meg in sein Wohnzimmer und setzte sie auf dem Sofa ab.
„Danke, aber das hätten Sie nicht tun brauchen, Meg.“
Meg lächelte „Es war mir ein Vergnügen. Ich hoffe nur, die Sache wird für Sie kein Nachspiel mehr haben.“
Ben zuckte mit den Schultern. „Nun, wenn Sie das ganze ihrer Tante erzählt, dann wird morgen im Sunset Sentinel zu lesen sein, dass ich geheiratet habe, aber irgendwie biege ich das schon wieder hin.“
Dann begann Ben leise zu lachen. „Aber ich muss zugeben, Annies Gesichtsausdruck war einmalig.“
Auch Meg lachte. „Ja, aber sie hat sich erstaunlich schnell wieder im Griff.“
Ben nickte. „So, nun hole ich erst mal etwas Eis für ihren Fuß und dann zeige ich Ihnen das Gästezimmer.“



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