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  Kapitel 04
18.12.2006 von Meg_Cummings



Kapitel 04



Als Meg aufwachte, brauchte sie erst einen Moment, bis ihr wieder einfiel, wo sie war. Sie war in Kalifornien, genauer gesagt in Sunset Beach. Und sie war nicht etwa in den Flitterwochen mit Tim, wie es eigentlich geplant gewesen war, sondern sie hatte ihn praktisch vor dem Altar stehen gelassen, da sie kurz vor der Trauung herausgefunden hatte, dass er sie mit ihrer besten Freundin betrogen hatte.

Hals über Kopf war sie dann zum Flughafen gefahren, um einfach nur wegzukommen, egal wohin. Dort hatte sie dann Ben Evans getroffen, der ihr angeboten hatte, sie in seinem Jet nach Kalifornien mitzunehmen. Obwohl Ben ein Fremder war, hatte Meg sich vom ersten Augenblick ihrer Begegnung, sicher und wohl gefühlt in seiner Gesellschaft. Darum hatte sie auch nicht gezögert, sein Angebot anzunehmen und war mit ihm nach Sunset Beach geflogen.

Allerdings war ihr dann dieses Malheur passiert. Als sie aus dem Flugzeug aussteigen wollte, war sie mit ihrem Absatz im Saum ihres Hochzeitskleides, das sie immer noch trug, hängen geblieben und bei dem Versuch sich abzufangen umgeknickt. Ben hatte sie dann sofort ins Krankenhaus gefahren, wo festgestellt wurde, dass sie sich den Fuß verstaucht hatte. Anstatt sie nun in ein Hotel zu bringen, hatte Ben darauf bestanden, dass sie erst mal bei ihm in seinem Haus, im Gästezimmer wohnte.

Gestern Abend hatte er sich dann noch rührend um sie gekümmert und dafür gesorgt, dass sie ihren Fuß mit Eis gekühlt hatte. Schließlich hatte er ihr noch einen von seinen Pyjamas gegeben, dessen Oberteil sie anstatt eines Nachthemdes angezogen hatte. Sie war ja ganz ohne Gepäck gereist und heute musste sie unbedingt zusehen, dass sie sich einige Sachen kaufte. Ihre Mutter hatte ihr schnell noch den großzügigen Scheck zugesteckt, der als Hochzeitsgeschenk für sie und Tim gedacht war, bevor sie die Kirche verlassen hatte. Dieses Geld würde fürs erste reichen, aber sie musste sich trotzdem so schnell wie möglich einen Job suchen. Ben hatte ihr auch schon einen Job in seinem Nachtclub angeboten, aber er bestand darauf, dass sie ihren Fuß vorerst noch schonte.

Meg setzte sich im Bett auf, als es an der Tür klopfte.
„Ja bitte“, antwortete sie und die Tür öffnete sich.
„Guten Morgen Meg, ich hoffe, Sie haben gut geschlafen“, Ben betrat mit einem Frühstückstablett das Zimmer und stellte es auf den Nachttisch neben Megs Bett ab.
„Guten Morgen Ben“, lächelte Meg. „Das nenne ich einen Service, aber es wäre doch nicht notwendig gewesen.“
Ben erwiderte ihr Lächeln. „Vielleicht nicht, aber ich habe es gerne gemacht.“
Meg brach sich ein Stück von dem frischen Crossaint ab und schob es in ihren Mund. „Gestern Abend haben Sie mich schon mit einer so tollen Pasta verwöhnt. Passen Sie bloß auf, sonst will ich ihr am Ende gar nicht mehr weg.“
‚Wogegen ich nichts einzuwenden hätte’, dachte Ben und sah Meg intensiv an. Dann räusperte er sich. „Ich muss gleich für einige Zeit ins Büro, aber wenn ich zurückkomme, werde ich Ihnen etwas zum anziehen mitbringen. Sie können ja schließlich nicht die ganze Zeit in ihrem Brautkleid rumlaufen oder in meinem Pyjama.“ Wobei er gegen das letztere Kleidungsstück nichts einzuwenden hätte.
„Ein T-Shirt und eine Jeans genügen für den Anfang, den Rest kann ich mir dann alleine besorgen“, nickte Meg. „Außerdem werde ich nachher mal bei meinen Eltern anrufen und meine Mutter bitten, mir meine Koffer nachzuschicken. Tim und ich wollten die Flitterwochen auf Hawaii verbringen, da sollten die Sachen, die ich eingepackt habe, auch für Kalifornien recht sein.“
„Geben Sie mir doch die Adresse ihrer Eltern und ich organisiere einen Kurierdienst, der ihr Gepäck holt. Das geht am schnellsten“, schlug Ben vor.
„Eine gute Idee“, nickte Meg. „Haben Sie einen Stift und einen Zettel? Dann schreibe ich Ihnen die Adresse auf.“
Ben zog die Schublade es Nachttischs auf und holte einen Notizblock und einen Kugelschreiber heraus und reichte beides Meg.
„Danke“, Meg schrieb die Adresse ihrer Eltern auf und reichte Ben den Zettel. „Ich rufe sie aber trotzdem an, damit sie bescheid wissen.“
Ben nickte. „Natürlich. Sie können Ihren Eltern auch gerne meine Telefonnummer geben, damit sie Sie jederzeit erreichen können.“
„Danke, das werde ich machen.“
„Gut“, Ben steckte den Zettel mit der Adresse ein. „Ich muss jetzt erst mal ins Büro, werde aber so schnell wie möglich zurück sein. Fühlen Sie sich ganz wie zu Hause.“
Meg lächelte. „Damit werde ich wohl kaum Probleme haben. Sie machen es einem leicht, sich wohl zu fühlen.“
„Gut“, lächelte Ben. „Bis später dann.“
Damit zog er die Tür hinter sich zu.


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