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  Kapitel 05
20.12.2006 von Meg_Cummings



Kapitel 05



Nachdem Ben gegangen war, frühstückte Meg erst einmal in Ruhe. Dann versuchte sie vorsichtig aufzustehen. Ihr Fuß tat zwar immer noch etwas weh, aber nicht mehr so schlimm wie am Vorabend und er war auch nicht mehr ganz so doll geschwollen. Langsam humpelte Meg ins angrenzende Badezimmer. Als sie die große Dusche sah, beschloss sie erst einmal zu duschen und sich die Haare zu waschen. Gesagt, getan und schon wenige Augenblicke später genoss sie das warme Wasser auf ihrer Haut. Nachdem Meg ausgiebig geduscht und sich die Haare gewaschen hatte, beschloss sie ihre Eltern in Kansas anzurufen. Sie nahm das Telefon und setzte sich auf ihr Bett und wählte dann die Nummer ihrer Eltern.
„Cummings“, hörte sich kurz darauf die Stimme ihrer Mutter.
„Hi Mom, ich bin’s Meg.“
„Meg Liebling. Wie geht’s Dir und wo bist Du?“
„Mir geht es gut Mom, keine Sorge und ich bin in Sunset Beach, in Kalifornien.“
„Sunset Beach? Wie kommst Du denn dort hin?“
„Ich habe gestern am Flughafen einen Mann kennen gelernt und er hat mir angeboten, mich in seinem Privatjet nach Kalifornien mitzunehmen.“
„Meg, Du kannst doch nicht einfach mit einem wildfremden Mann nach Kalifornien fliegen!“
„Mom, bitte beruhige Dich. Ben ist ein sehr netter und einfühlsamer Mann“, erklärte Meg und erzählte ihre Mutter mit einigen Worten, wie sie Ben kennen gelernt hatte.“
Joan seufzte. „Hoffentlich hast Du keinen Fehler gemacht, einfach so einem Fremden zu vertrauen.“
„Nein, da bin ich mir ganz sicher.“ Meg machte eine kurze Pause. „Ben gibt mir irgendwie ein Gefühl von Sicherheit, wenn er in meine Nähe ist. Er ist ein ganz besonderer Mann.“
„Sei trotzdem vorsichtig Meg. Du hast gerade eine große Enttäuschung hinter Dir.“
„Ja Mom, aber mir ist auch etwas klar geworden.“
„Was denn?“
„Ich habe Tim nicht wirklich geliebt, jedenfalls nicht so, wie eine Frau einen Mann lieben sollte, wenn sie den Rest ihres Lebens mit ihm zusammen sein will. Tim und ich waren schon als Kinder befreundet und irgendwie haben alle von uns erwartet, dass wir heiraten. Und wir haben nicht weiter darüber nachgedacht. Wenn ich nun aber darüber nachdenke, wird mir immer klarer, dass Tim nichts anderes als ein guter Freund für mich war.“
„Okay Meg und wie lange willst Du in Kalifornien bleiben?“
„Ich weiß es noch nicht Mom, aber vorläufig komme ich nicht wieder zurück. Ich will mir ein neues Leben aufbauen.“
„Du wirst uns auf jeden Fall fehlen.“
„Ihr mir ja auch Mom, aber irgendwann komme ich Euch besuchen und irgendwann können Du und Dad ja mich auch hier besuchen.“
„Na gut, lass es uns aber wissen, falls Du noch etwas brauchst. Geld zum Beispiel.“
„Danke Mom, aber Du hast mir ja gestern schon den Scheck gegeben. Ich werde mir hier einen Job suchen. Aber ich brauche meine Sachen. Ben organisiert einen Kurierdienst, der meine Koffer abholen soll. Gib sie einfach mit. Wenn ich noch etwas brauche, melde ich mich wieder.“
„Gut mache ich. Und Du gib gut auf Dich Acht.“
„Mache ich. Ich liebe Dich und Dad. Grüß ihn von mir.“
„Das werde ich, obwohl er traurig sein wird, dass er Dich verpasst hat.“
„Ihr könnt mich hier jederzeit anrufen. Die Nummer ist 01254-232356. Hast Du sie Dir notiert?“
„Ja habe ich, danke.“
„Bis bald Mom. Bye.“
„Bye Meg.“
Meg legte auf und seufzte. Sie vermisste ihre Eltern, aber ein Neuanfang war im Moment genau das, was sie brauchte.

Sie nahm das Frühstückstablett, das Ben ihr zuvor hochgebracht hatte und ging damit vorsichtig nach unten. Nachdem sie das Geschirr abgewaschen hatte, sah sie sich ein wenig um. Das Haus war einfach traumhaft und der Ausblick auf den Ozean, den man von der Terrasse hatte, war atemberaubend. Als sich Meg weiter umsah, entdeckte sie einen Karton mit Weihnachtsdekoration in einer Ecke. Am Sonntag war schon der 2. Advent und sie wunderte sich einen Augenblick, warum Ben sein Haus noch nicht dekoriert hatte, dann aber dachte sie sich, dass er dazu einfach noch keine Zeit gehabt haben konnte, da er ja sein eigenes Geschäft hatte. Um nicht tatenlos herumzusitzen und Ben wenigstens ein wenig danken zu können, machte sie sich daran, das Haus zu dekorieren.



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